Flügger Höfe Hamburg

Sanierung + Neubau Projektart
LPH 1-8 Leistungsphasen
KG 400 Kostengruppen
2011 - 2019 Zeitraum
95.500 m² BGF

BIM in hochsensiblen Funktionsbereichen

Neben stationären und ambulanten Behandlungsbereichen umfasst der Neubau am Klinikum Bremen-Mitte auch Funktionsbereiche mit besonders hoher technischer Dichte: OP-Säle und Intensivstationen. Hier treffen auf engstem Raum Lüftung, Medizingasversorgung, Elektro- und Reinraumtechnik aufeinander. Gewerke, die exakt aufeinander abgestimmt sein müssen, weil selbst kleine Planungsfehler im Betrieb gravierende Folgen haben können.

Im BIM-Modell werden diese hochsensiblen Bereiche detailliert abgebildet, sodass sich Kollisionen zwischen den Gewerken bereits am digitalen Modell erkennen und lösen lassen. Bevor sie auf der Baustelle zu Nachträgen oder, schlimmer noch, zu Störungen im späteren OP-Betrieb führen. Gerade bei kritischer medizinischer Infrastruktur ist diese frühzeitige Prüfung im Modell kein reiner Komfortgewinn, sondern eine Voraussetzung für einen sicheren und reibungslosen Klinikbetrieb.

Klinikum Bremen-Mitte – Neubau mit BIM im laufenden Klinikbetrieb

  • Leistungsphasen: 1 – 8
  • Kostengruppe: 400
  • Nutzung: stationäre und ambulante Behandlung, Intensiv- und OP-Bereiche, Lehre und Forschung

Das Klinikum Bremen-Mitte ist ein Klinikkomplex, dessen älteste Gebäudeteile bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen und der über Jahrzehnte kontinuierlich erweitert und umgebaut wurde. Im Zuge eines Teilersatzneubaus entsteht ein neuer, kompakter Gebäudeteil, der unmittelbar an ein denkmalgeschütztes Bestandshaus angeschlossen wird, während der laufende Klinikbetrieb ununterbrochen weiterläuft. Diese Konstellation stellt besondere Anforderungen an die Planung: Neu- und Altbau müssen an der Schnittstelle technisch und funktional exakt zusammenpassen, ohne dass Patientenversorgung oder Betriebsabläufe im Bestand gestört werden.

Ein digitales BIM-Modell macht diese Übergänge frühzeitig sichtbar. Bauabschnitte, Leitungsführungen und Anschlusspunkte zwischen Neu- und Altbau lassen sich am Modell so takten, dass Eingriffe in den Bestand minimal, planbar und mit dem laufenden Klinikbetrieb abstimmbar bleiben. Statt Konflikte zwischen bestehender und neuer Bausubstanz erst vor Ort zu entdecken, werden sie am digitalen Modell erkannt und gelöst. Ein entscheidender Vorteil, wenn Bauarbeiten und Patientenversorgung auf demselben Gelände gleichzeitig stattfinden müssen.