Deichtorhalle Süd Hamburg
Deichtorhallen Hamburg – BIM im denkmalgeschützten Bestand
Das digitale Modell hilft dabei, Konflikte zwischen historischer Bausubstanz und moderner Gebäudetechnik frühzeitig zu erkennen, bevor sie auf der Baustelle zu teuren Nachträgen oder Verzögerungen führen. So verbindet sich denkmalgerechte Sanierung mit den Anforderungen eines Ausstellungsbetriebs an Klimatisierung, Sicherheit und Raumklima dokumentiert und langfristig nutzbar in einem zentralen digitalen Modell.
BIM endet nicht mit Planung und Bauausführung. Gerade bei denkmalgeschützten Bestandsgebäuden liegt sein eigentlicher Wert im Lebenszyklus: Bestandsinformationen bleiben strukturiert und zentral verfügbar, Wartungen und spätere Umbauten lassen sich darauf aufbauend planen, ohne die historische Substanz erneut aufwendig erfassen zu müssen. Für ein Ensemble wie die Deichtorhallen, dessen Sanierungsgeschichte sich über Jahre erstreckt, ist das ein entscheidender Vorteil.
Sanierung des Kunstmuseums mit BIM
- Sanierung Kunstmuseum
- Leistungsphasen: 2 - 8
- Herstellsumme KG-400: 16,5 Mio. €
- Kostengruppen: 410 - 480
- Nutzung: Ausstellungen, Tagungen und Verwaltung
Die Deichtorhallen in Hamburg zählen zu den bedeutendsten Ausstellungshäusern für zeitgenössische Kunst und Fotografie in Europa. Die beiden historischen Hallen mit ihrer offenen Stahlglasarchitektur wurden zwischen 1911 und 1914 als Markthallen errichtet und Ende der 1980er-Jahre zu Ausstellungsräumen umgestaltet. Heute ist er ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur sowie ein bedeutendes Architekturdenkmal der Stadt. Damit dieses über 100 Jahre alte Baudenkmal auch künftigen Generationen erhalten bleibt, wird die südliche Deichtorhalle grundlegend saniert. Gleichzeitig wird die gesamte technische Gebäudeausstattung auf den aktuellen Stand gebracht.
Ein digitales Gebäudemodell erfasst die historisch gewachsene Bausubstanz präzise und bildet zugleich die neue TGA (Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär und Elektro) so ab, dass beide Ebenen konfliktfrei zusammenspielen.